„Der Klebstoff in den Städten und Gemeinden…“
von MöhneReport
„Klebstoff in den Städten und Gemeinden“
Bundesgeschäftsführer Thomas Buchmann vom Sauerländer Schützenbund brachte es in seiner Festansprache zum 150-jährigen Bestehen der Jakobus-Schützen Stockum-Neuhaus auf den Punkt: „Die Schützen sind der Klebstoff in den Städten und in den Gemeinden.“ Will heißen: Die Bruderschaften und Vereine, sie verbinden alle Menschen, alle Generationen, sie sind der Schmierstoff einer funktionierenden Gesellschaft. Und noch etwas seien die Schützen, davon zeigte sich Buchmann überzeugt mit Blick auf die Mitgliedschaft des Sauerländer Schützenbunds in der großen Familie der Historischen Schützen in Europa: „Wir Schützen sind Botschafter des Friedens, uns eint der Glaube an ein gemeinsames Europa, wir sind eine der größten Friedensbewegungen in Europa.“
Festakt an einem besonderen Ort
Die Schützen auf dem idyllisch gelegenen Hof Mühlenschulte am nördlichen Ortsausgang von Stockum, sie sparten nicht mit Applaus für diese Worte. Zuvor hatte Schützenoberst Norbert Knappstein Schützen, Musiker und Gäste begrüßt, Bürgermeister Wolf Blesken das Wirken der Schützen eingeordnet und gelobt. Der scheidende Präses Ludger Eilebrecht und Ortsvorsteherin (und Königsmutter) Pia Peck gratulierten ebenso vom laubgeschmückten Anhänger aus, den fleißige Hände zur Bühne umfunktioniert hatten. Der Blick vom Hof über den Möhnesee: „Unbschreiblich schön“, so lobten es viele. Einige machten drauf aufmerksam: Von der Wiese aus konnte man den Triathleten zuschauen, wie sie zur gleichen Zeit in Körbecke ins Wasser sprangen.
Schützenoberst Norbert Knappstein begrüßt Schützen, Musiker und Gäste. Mit auf dem Anhänger, der Bühne wurde: Orstvorsteherin Pia Peck, Bürgermeister Wolf Blesken, SSB-Bundesgeschäftsführer Thomas Buchmann, Präses und Kreis-Präses Ludger Eilebrecht, Fried
Schiefertafel zur Erinnerung
Vom Sauerländer Schützenbund gab es eine Schiefertafel zur Erinnerung an den Jubiläumstag. Das Land Nordrhein-Westfalen sollte am Sonntagvormittag gratulieren — mit der Ehrenplakette des Landes für Vereine, die einhundert Jahre und länger bestehen.
Kurze Reden, dann Vorbeimarsch auf der Biberstraße
Die Reden auf dem Hof Mühlenschulte waren kurz und prägnant — schon bald machten sich alle auf die Strecke die Biberstraße hinunter zum Vorbeimarsch. Vor dem Haus Nummer 7 hatten sich alle Königspaare aufgestellt, ebenso das Kreiskönigspaar und das Kaiserpaar aus Stockum. Eine fast nicht enden wollende Zahl an Schützen zog dann zum Präsentiermarsch vorbei: Das Blasorchester der Bürgerschützengesellschaft Arnsberg und das Tambourkorps Stockum spielten abwechselnd. „Man kann die Musiker gar nicht genug loben, die bei so einem Umzug spielen und spielen, den Takt halten müssen und nicht aus der Puste kommen dürfen“, lobte Schützenoberst Knappstein später im Gespräch mit MöhneReport: „Machen sich viele keine Vorstellung von, deshalb an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön.“
Zelt platzt gesellig aus allen Nähten
Vom Haus Nummer sieben ging es für alle die Straße weiter hinunter bis zur Schützenhalle, links ab auf den Schützenplatz und ab ins geräumige Festzelt-Ensemble. Das platzte gesellig aus allen Nähten: bald 600 Schützen waren angemeldet. Mit ausmarschiert sind die Schützen aus Brüllingsen, Ellingsen, Haar, Ostheide, aus Echtrop, aus Wamel, Körbecke, Hewingsen, Delecke, Drüggelte, Westrich, Günne, Niederense, Völlinghausen, Berlingsen, Büecke, Wippringsen und aus Verne. Als Musik dabei waren das Tambourkorps Stockum, das Blasorchester der Bürgerschützengesellschaft Arnsberg, das Tambourcorps Brüllingsen, die Spielmannszüge aus Körbecke und Hewingsen, der Spielmannszug Niederense und der Spielmannszug aus Völlinghausen.
► Videos zum Ausmarsch und zum Vorbeimarsch in der Biberstraße auf Instagram und auf YouTube.
► Bericht zum Vogelschießen am Festsonntag hier